Teedose aus lackiertem Matcha Natsume im Fuki-Urushi-Stil, Holz und Lack, 20. Jahrhundert. Der Korpus ist aus Holz gefertigt und mit der Fuki-Urushi-Technik veredelt. Dabei werden Schichten von transparentem Urushi-Lack aufgetragen, um die natürliche Holzmaserung hervorzuheben, anstatt sie zu verdecken. Die Form ist glatt und abgerundet, mit einem passgenauen Deckel – elegant und funktional zugleich. Die minimalistische Ästhetik und die natürliche Schönheit spiegeln die Wabi-Sabi-Prinzipien wider, die das Herzstück der Teetradition bilden.
Japanische Urushi-Lackwaren
Echte japanische Lackwaren werden aus dem Saft des Urushi-Baumes hergestellt. Es handelt sich weder um Firnis noch um Schellack oder Harz. Urushi härtet durch Feuchtigkeit, nicht durch Luft, aus und ist nach dem Aushärten zäh, chemikalienbeständig und leicht elastisch.
Oberflächenveredelung und -finish
Ob glänzend (Roiro), matt oder strukturiert – die Oberfläche ist bewusst und kontrolliert gestaltet. Selbst schlichter schwarzer Lack zeugt von Präzision, nicht von Dekoration. Unsaubere Kanten, Lacknasen oder ungleichmäßige Schichtdicken sind eindeutige Anzeichen für minderwertige Arbeit.
Lackwarendekoration
Techniken wie Maki-e, Blattgold oder Nashiji werden nicht nur auf den Urushi aufgetragen, sondern in die Lackschichten eingebettet. Bei Urushi-Lackwaren ist die Dekoration strukturell und repräsentiert jahrhundertealte Tradition durch ihre Technik.





