Murakami Kibori Tsuishu Lackschale mit aufwendigen Pfingstrosenmustern. Hergestellt in Niigata unter Verwendung traditioneller Holzschnitztechniken vor dem Auftragen der Lackschicht. Tsuishu ist eine raffinierte japanische Lackiertechnik, bei der dicke Schichten roter Lack auf einen Holzgrund aufgetragen werden. Obwohl sie chinesischen Ursprungs ist, wurde die Technik in Japan zwischen der Kamakura- und der Muromachi-Zeit perfektioniert und ist traditionell mit Meisterhandwerkern wie der Familie Tsuishu Yozei verbunden. Zahlreiche Schichten roter Lack werden auf das Holz aufgetragen und anschließend mit aufwendigen Mustern graviert.
Japanische Urushi-Lackwaren
Echte japanische Lackwaren werden aus dem Saft des Urushi-Baumes hergestellt. Es handelt sich weder um Firnis noch um Schellack oder Harz. Urushi härtet durch Feuchtigkeit, nicht durch Luft, aus und ist nach dem Aushärten zäh, chemikalienbeständig und leicht elastisch.
Oberflächenveredelung und -finish
Ob glänzend (Roiro), matt oder strukturiert – die Oberfläche ist bewusst und kontrolliert gestaltet. Selbst schlichter schwarzer Lack zeugt von Präzision, nicht von Dekoration. Unsaubere Kanten, Lacknasen oder ungleichmäßige Schichtdicken sind eindeutige Anzeichen für minderwertige Arbeit.
Lackwarendekoration
Techniken wie Maki-e, Blattgold oder Nashiji werden nicht nur auf den Urushi aufgetragen, sondern in die Lackschichten eingebettet. Bei Urushi-Lackwaren ist die Dekoration strukturell und repräsentiert jahrhundertealte Tradition durch ihre Technik.




