Sakazuki-Gemälde aus der Edo-Zeit mit Goldlackverzierungen. Es zeigt ein traditionelles japanisches Dorf am Ufer eines Flusses, umgeben von üppiger Vegetation. Die Elemente sind reliefartig ausgeführt und mit Goldlack und Silberdetails verziert. Auch die Rückseite ist naturalistisch mit Gold- und Silberverzierungen gestaltet. Im Inneren des Goldlacksockels befindet sich die Signatur des Künstlers.
Japanische Urushi-Lackwaren
Echte japanische Lackwaren werden aus dem Saft des Urushi-Baumes hergestellt. Es handelt sich weder um Firnis noch um Schellack oder Harz. Urushi härtet durch Feuchtigkeit, nicht durch Luft, aus und ist nach dem Aushärten zäh, chemikalienbeständig und leicht elastisch.
Oberflächenveredelung und -finish
Ob glänzend (Roiro), matt oder strukturiert – die Oberfläche ist bewusst und kontrolliert gestaltet. Selbst schlichter schwarzer Lack zeugt von Präzision, nicht von Dekoration. Unsaubere Kanten, Lacknasen oder ungleichmäßige Schichtdicken sind eindeutige Anzeichen für minderwertige Arbeit.
Lackwarendekoration
Techniken wie Maki-e, Blattgold oder Nashiji werden nicht nur auf den Urushi aufgetragen, sondern in die Lackschichten eingebettet. Bei Urushi-Lackwaren ist die Dekoration strukturell und repräsentiert jahrhundertealte Tradition durch ihre Technik.



