Die klassische japanische Ikonografie des Tigers wird hier in einer zeitgenössischeren Form dargestellt, um dem Bild mehr Ausdruckskraft zu verleihen. In klassischen Darstellungen ist der Tiger (japanisch: tora) schematisiert und wirkt dadurch spiritueller. Hier hingegen werden die geometrischen Formen des Körpers, wenn auch in traditioneller Technik, mit voller Wucht wiedergegeben. Der Hintergrund wurde vom Künstler so gestaltet, dass er im Licht silbern schimmert. Gemälde und Rahmung befinden sich in perfektem Zustand. Die Maße des Kakejiku betragen 177,2 cm × 57,0 cm.
Unsere japanischen Gemälde
Die in unserer Sammlung angebotenen japanischen Gemälde wurden sorgfältig ausgewählt, um Ihnen eine der Quintessenzen japanischer Kunst näherzubringen. Meister wie Hokusai und Hiroshige haben die Menschen und die Schönheit Japans porträtiert. Sowohl Kakejiku als auch Ukiyo-e zählen zu den traditionellsten Formen der Malerei.
- Die Kakejiku erscheinen in ihrer ausgereiften Form um die Heian-Zeit (9.–12. Jh.), stark beeinflusst von chinesischen Hängerollen, die von Mönchen und Diplomaten mitgebracht wurden. Zunächst sind sie hauptsächlich religiöser Natur: buddhistische Bilder und Kalligrafie, die in Tempeln verwendet wurden. Muromachi-Zeit (14.–16. Jh.) Sie ziehen in die weltlichen Räume der Elite, insbesondere in die Tokonoma, die erhöhte Nische des traditionellen japanischen Zimmers.
Während der Momoyama- und Edo-Zeit, Kakejiku erfreuen sich einer enormen Vielfalt und breiten gesellschaftlichen Bedeutung. Die Teezeremoniekultur spielt dabei eine zentrale Rolle: Die Schriftrolle prägt die Atmosphäre des Raumes und wird je nach Jahreszeit, Anlass oder Gast ausgetauscht.
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Das Ukiyo-e nimmt Gestalt an in Edo im 17. Jahrhundert, Dies ist eng mit dem Aufstieg der Kaufmannschaft verbunden. Die Samurai-Kultur steht zwar offiziell noch immer an der Spitze, doch das Geld hat sich nach unten verschoben, und Ukiyo-e ist das, was sich eine vermögende, aber statusarme Klasse kauft.
Ukiyo-e ist ein GemeinschaftsproduktDesigner (Künstler), Druckstockschneider, Drucker und Verleger. Der Verleger gibt das Sagen. Wenn sich etwas gut verkauft, wird es so lange nachgedruckt, bis die Druckstöcke abgenutzt sind.
Die Motive sind unmittelbar und weltlich: Kurtisanen, Kabuki-Schauspieler, berühmte Restaurants, saisonale Feste, Erotik (Shunga), Reiseansichten. Es handelt sich um Massenmedien vor der Fotografie, mit idealisierten Gesichtern und festgelegten Posen.





