Kakejiku aus der späten Edo-Zeit, um 1850, mit der Darstellung eines Koi-Karpfens, signiert Mitsuyo. Der Koi ist ein traditionelles Motiv der japanischen Ikonographie und Symbol für Mut und Ausdauer. Die Konturen des Karpfens sind hier ausdrucksstark und detailliert dargestellt. Das leuchtende Schimmern des Auges bildet einen Kontrast zu den schwarz-weißen Zügen des Körpers. Die Kakejiku misst 189,5 cm × 49,0 cm und ist mit 光世 – Mitsuyo signiert.
Unsere japanischen Gemälde
Die in unserer Sammlung angebotenen japanischen Gemälde wurden sorgfältig ausgewählt, um Ihnen eine der Quintessenzen japanischer Kunst näherzubringen. Meister wie Hokusai und Hiroshige haben die Menschen und die Schönheit Japans porträtiert. Sowohl Kakejiku als auch Ukiyo-e zählen zu den traditionellsten Formen der Malerei.
- Die Kakejiku erscheinen in ihrer ausgereiften Form um die Heian-Zeit (9.–12. Jh.), stark beeinflusst von chinesischen Hängerollen, die von Mönchen und Diplomaten mitgebracht wurden. Zunächst sind sie hauptsächlich religiöser Natur: buddhistische Bilder und Kalligrafie, die in Tempeln verwendet wurden. Muromachi-Zeit (14.–16. Jh.) Sie ziehen in die weltlichen Räume der Elite, insbesondere in die Tokonoma, die erhöhte Nische des traditionellen japanischen Zimmers.
Während der Momoyama- und Edo-Zeit, Kakejiku erfreuen sich einer enormen Vielfalt und breiten gesellschaftlichen Bedeutung. Die Teezeremoniekultur spielt dabei eine zentrale Rolle: Die Schriftrolle prägt die Atmosphäre des Raumes und wird je nach Jahreszeit, Anlass oder Gast ausgetauscht.
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Das Ukiyo-e nimmt Gestalt an in Edo im 17. Jahrhundert, Dies ist eng mit dem Aufstieg der Kaufmannschaft verbunden. Die Samurai-Kultur steht zwar offiziell noch immer an der Spitze, doch das Geld hat sich nach unten verschoben, und Ukiyo-e ist das, was sich eine vermögende, aber statusarme Klasse kauft.
Ukiyo-e ist ein GemeinschaftsproduktDesigner (Künstler), Druckstockschneider, Drucker und Verleger. Der Verleger gibt das Sagen. Wenn sich etwas gut verkauft, wird es so lange nachgedruckt, bis die Druckstöcke abgenutzt sind.
Die Motive sind unmittelbar und weltlich: Kurtisanen, Kabuki-Schauspieler, berühmte Restaurants, saisonale Feste, Erotik (Shunga), Reiseansichten. Es handelt sich um Massenmedien vor der Fotografie, mit idealisierten Gesichtern und festgelegten Posen.




